Ihr Einsparpotenzial im Einkauf
Unerschlossene Einsparpotenziale im Einkauf werden oft unterschätzt. Mit diesem Rechner verschaffen Sie sich in wenigen Minuten einen ersten Überblick: zwölf Kriterien, eine branchenspezifische Auswertung, und eine erste Zahl, über die sich sprechen lässt.
Was bedeuten die einzelnen Kategorien?
Die folgenden Erläuterungen helfen Ihnen, Ihre aktuelle Einkaufspraxis für jede Kategorie realistisch zwischen „Hoch" und „Niedrig" einzuordnen.
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„Hoch" bedeutet, dass Sie bei mehr als 80 % Ihrer Einkäufe aktiv mit Lieferanten über Preise, Konditionen oder Rabatte verhandeln, sei es in Jahresverhandlungen, projektbezogen oder bei Einzelvergaben.
„Niedrig" bedeutet, dass weniger als 20 % Ihrer Einkäufe verhandelt werden und Aufträge überwiegend zu vorgegebenen Listenpreisen oder ohne strukturiertes Preisgespräch vergeben werden.
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„Hoch" bedeutet, dass Sie bei mehr als 80 % Ihres Einkaufsvolumens strukturierte Ausschreibungen durchführen und Angebote mehrerer Lieferanten systematisch vergleichen.
„Niedrig" bedeutet, dass weniger als 10 % des Volumens ausgeschrieben wird und Aufträge meist direkt an bestehende Lieferanten ohne Wettbewerbsverfahren vergeben werden.
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„Hoch" bedeutet, dass Sie mit mindestens 80 % Ihrer wichtigsten Lieferanten (A-Lieferanten) jährliche Strategie- und Konditionsgespräche führen.
„Niedrig" bedeutet, dass Jahresgespräche nur sporadisch stattfinden oder weniger als 20 % Ihrer Schlüssellieferanten regelmäßig eingebunden sind.
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„Hoch" bedeutet, dass Sie Bedarfe über Abteilungen, Standorte oder Zeiträume hinweg bündeln und bei mehr als 75 % Ihres Volumens durch größere Bestellmengen bessere Konditionen erzielen.
„Niedrig" bedeutet, dass Bestellungen überwiegend einzeln und dezentral ausgelöst werden und weniger als 15 % des Volumens durch Bündelung optimiert wird.
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„Hoch" bedeutet, dass in Ihrem Unternehmen eine Vielzahl an Kleinstbestellungen pro Jahr ausgelöst werden, häufig in vielen kleinen Einzelmengen und mit entsprechend hohem Prozessaufwand.
„Niedrig" bedeutet, dass Sie wenige Bestellungen pro Jahr tätigen und damit einen konsolidierten, prozessschlanken Bestellfluss haben.
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„Hoch" bedeutet, dass Sie mit einer Vielzahl von aktiven Lieferanten zusammenarbeiten, was typischerweise auf ein ungebündeltes Einkaufsvolumen hindeuten kann.
„Niedrig" bedeutet, dass Ihr Lieferantenportfolio auf wenige aktive Lieferanten fokussiert ist und Volumen gezielt gebündelt wird.
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„Hoch" bedeutet, dass Ihr Sortiment eine hohe Anzahl unterschiedlicher Artikel bzw. Materialnummern aktiv umfasst – oft mit Redundanzen und geringer Standardisierung.
„Niedrig" bedeutet, dass Sie wenige Artikel aktiv bewirtschaften und ein standardisiertes, konsolidiertes Artikelportfolio pflegen.
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„Hoch" bedeutet, dass Ihr durchschnittlicher Bestellwert im Vergleich zum Gesamtvolumen relativ hoch liegt – ein Indiz für effiziente Bündelung und geringe Prozesskosten je Bestellung.
„Niedrig" bedeutet, dass Ihr durchschnittlicher Bestellwert im Vergleich zum Gesamtvolumen relativ niedrig liegt. Viele kleine Bestellungen führen in diesem Fall zu überproportional hohen Prozesskosten.
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„Hoch" bedeutet, dass in Ihrem Unternehmen eine eigenständige strategische Einkaufsfunktion etabliert ist, die mit Warengruppenstrategien, Lieferantenentwicklung und messbaren Zielvorgaben arbeitet.
„Niedrig" bedeutet, dass der Einkauf überwiegend operativ-abwickelnd tätig ist und strategische Aufgaben wie Warengruppenmanagement, Make-or-Buy-Entscheidungen oder Lieferantenentwicklung nur selten systematisch stattfinden.
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„Hoch" bedeutet, dass Ihre Einkaufsmitarbeitenden über eine einschlägige Fachausbildung, mehrjährige Einkaufserfahrung und regelmäßige Weiterbildungen verfügen.
„Niedrig" bedeutet, dass das Einkaufsteam überwiegend ohne spezifische Einkaufsqualifikation besetzt ist oder fachliche Weiterbildungen nur selten stattfinden.
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„Hoch" bedeutet, dass Ihr Einkauf im Verhältnis zum Einkaufsvolumen gut besetzt ist.
„Niedrig" bedeutet, dass weniger Vollzeitäquivalente im Vergleich zum Einkaufsvolumen zur Verfügung stehen.
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„Hoch" bedeutet, dass Ihr Einkauf durch moderne IT-Systeme unterstützt wird – etwa durch ein ERP-System mit Einkaufsmodul, ein eProcurement-Tool, Lieferantenportale oder Ausschreibungssoftware.
„Niedrig" bedeutet, dass der Einkauf überwiegend manuell, per E-Mail und Excel-Listen abgewickelt wird und es keine durchgängige Systemunterstützung für Bestellung, Freigabe oder Lieferantenbewertung gibt.
Einsparungsrechner
Wählen Sie Ihre Branche und passen Sie die Regler an Ihre aktuelle Einkaufspraxis an. Das geschätzte Einsparpotenzial wird in Echtzeit berechnet.
Geschätztes Einsparpotenzial*
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